Abstammung

Der Dalmatiner ist nach dem alten Kulturland an der östlichen Adriaküste (ehemals Jugoslawien) an der Adriaküste benannt. Offiziell ist dieses Land gemäss dem Verband F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) der Ursprung des Dalmatiners.
Allerdings kann dies nicht mit absoluter Sicherheit belegt werden, es muss sich jedoch um eine sehr alte Rasse handeln: schon auf Bildern in Pharaonengräbern und vielen Werken des Mittelalters sind Hunde abgebildet, welche als Urahnen der heutigen Dalmatiner betrachtet werden können. Auch hatten die Vorfahren im Laufe der Jahrhunderte die verschiedensten Namen wie z.B. Tigerhund und Bengalische oder Ragusanische Bracke. Die einheitliche Bezeichnung “Dalmatiner” kam erst um die (mittlerweile vorletzte) Jahrhundertwende auf.

Charakter

Nach dem Rassestandard des F.C.I. verfügt der Dalmatiner über ein “angenehmes Wesen, freundlich, nicht scheu oder zurückhaltend und frei von Nervosität und Aggressivität”.

Der Dalmatiner ist ein Laufhund. Im Hause ruhig und im Freien temperamentvoll. Aus diesem Grund benötigt er eine aktive Familie und eine konsequente Erziehung ohne viel Druck. Der Dalmatiner nimmt eine zu harte Erziehung übel, was sich dadurch äußert, dass er dazu neigt, auf stur zu schalten.

Das Rudel (Familie) ist für den Dalmatiner sehr wichtig. Er will immer dabei sein und reagiert sensibel auf Spannungen. Er eignet sich daher weder für berufstätige Leute oder die Zwingerhaltung.

Der Beschützerinstinkt ohne jegliche Form von Bösartigkeit machte ihn früher zu einem gern gesehenen Wachhund, der ja in der Vergangenheit ausser den Kutschen der damaligen Zeit auch ganze Viehherden beschützt hat. Das damit einhergehende immer noch vorhandene Selbstvertrauen kann jedoch schnell zu einer Fehleinschätzung des Hundes seiner Stellung gegenüber anderen Tieren und Menschen führen.
Von Anfang an muss die Rangordnung innerhalb der Familie klarstehen, auch bei den Kindern, dass der Hund rangniedrigst ist. Vereinzelt kommen immer wieder Dominanzprobleme vor, (nicht geschlechtsabhängig) weil der Dalmatiner sich in der familiären Rangordnung nach oben schiebt, schon allein, weil sich die Familie nicht einig ist, was der Hund darf und was nicht. Der Hund merkt solche Unstimmigkeiten sofort und macht sich seine eigenen Regeln.

Pflege

So pflegeleicht Dalmatiner aufgrund ihres kurzen Fells sind, haart er doch das ganze Jahr über heftig. Diese Haare sind nur schwer von Stoffen zu entfernen, so daß Dalmatinerbesitzer nur selten mit schwarzen Hosen anzutreffen sind. Tipp: Oft den Hund bürsten.

Wichtig ist die Pflege der Ohren und Zähne. Durch die hängenden Ohren entwickelt sich ein recht warmes Klima im Ohr und dieses kann vermehrt zu Ohrenentzündungen führen. Aus diesem Grund sollten diese regelmässig gesäubert werden. Die Zähne können vom Tierarzt kontrolliert und bei Bedarf von Zahnstein befreit werden.

Dalmatiner lachen!

Dalmatiner sind berühmt für Ihr Dalmatinerlachen! Es sieht wirklich frech aus: mit manchmal gesenktem Kopf werden die Lefzen ganz weit nach Hinten in Richtung der Ohren gezogen, die dabei glänzenden Augen können zu Schlitzen werden und die ganze Pracht der Zähne wird präsentiert. Dieser Ausdruck unterscheidet sich sehr deutlich von einer Drohgebärde, bei welcher ja auch die Zähne gefletscht werden.